Tränen trocknen

21. Juni 2019

Babys weinen weil sie Hunger haben, müde sind, weil ihnen zu warm oder kalt ist. Nicht selten sind sie auch einfach überreizt von all den neuen Eindrücken, Gerüchen und Geräuschen. Das Gehirn lernt unheimlich viel und enorm schnell. Ist es da wirklich so verwunderlich, dass ein Baby scheinbar grundlos weint?

Es gibt Babys die weinen einfach mehr als andere und manche, die brauchen einfach mehr. Mehr von allem und vor allem Beachtung.

Stell dir einmal vor, du bist tief traurig. Du hast etwas erlebt, was dich aus der Fassung gebracht hast. Du hast eine traurige Nachricht erhalten oder dir war heute einfach alles zu viel. Du kommst zu einer Freundin und erzählst ihr davon. Du bist so traurig, dass du weinen musst. Vielleicht tröstet dich deine Freundin kurz doch dann bittet sie dich darum, dich zusammenzureißen. „Bitte sei nicht traurig, ich halte das nicht aus.“ Wie fühlt sich das für dich an? Wie wäre es für dich, wenn deine Freundin dich in den Arm nimmt und dir einfach zuhört? Es wäre befreiend. Erleichternd und dein Gehirn kann das Erlebte verarbeiten.

Wenn dein Baby nun also aus emotionalen Gründen weint. Was kannst du tun? Du kannst in Verbindung bleiben. Sei für dein Baby da. Atme selber einmal tief ein und wieder aus damit du selber ruhig bleiben kannst. Du kannst dein Baby im Arm halten und ihm signalisieren, dass du ihm zuhörst. Das du ihn oder sie hälst und begleitest. Wenn dein Baby das Gefühl vermittelt bekommt, verstanden zu werden und es wertgeschätzt wird, so wie es ist, wird es ein gesundes Urvertrauen entwickeln.

Nach dem aktiven Zuhören findet dein Baby es sicherlich beruhigend herumgetragen, geschaukelt und liebkost zu werden. Es hilft den Babys sich zu regulieren.

Bindungsorientiert heißt auch in Verbindung sein.

Aus eigener Erfahrung weiß ich sehr gut, dass es nicht immer so einfach ist und wir auch an unserer eigenen Grenzen stoßen. Das ist völlig in Ordnung. Auch für uns ist das eine hoch emotionale Zeit. Bitte scheue dich nicht, dir Hilfen zu suchen. Es gibt Schreiambulanzen, Gruppen und Therapeuten, die gut unterstützen können. Sprich mich gerne an.

Tränen trocknen

Über mich

Sophie

Hier schreibe ich als Mama und Stillberaterin über die erste Zeit mit einem kleinen Baby. Ich teile meine Erfahrungen und zeige dir meinen Weg im Umgang mit besonderen Situationen. Besonders wenn es schwierig wird, möchte ich für dich da sein. In den nächsten Monaten wird mein Angebot über die Stillberatung weiter wachsen. Ich freue mich auf euch!

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